Nichts für die Vase

Dort verliert die Pfingstrose schnell ihre Blütenblätter

0 11.05.2019

Im Mai/Juni stehen in vielen Gärten, wie schon in den Bauerngärten früherer Zeit, die Pfingstrosen in voller Blüte. Von Weiß über Rosa bis zum dunklen Rot reicht ihre Farbpalette. Es gibt Pfingstrosen mit gefüllten und ungefüllten Blüten. Gefüllte Blüten haben weitaus mehr Blütenblätter, die züchterisch aus den Staubblättern hervorgegangen sind. Ungefüllte Blüten haben noch ihre Pollenspender und sind daher für Insekten nützlich und trotzdem sehr hübsch anzuschauen.

Erinnern die gefüllten Blüten an dicke, weiche Bälle, so wirken die anderen elegant und zierlich. Die gefüllten Sorten haben einen weiteren Nachteil: Bei Regen sammelt sich das Wasser in den Blüten, bis sie so schwer sind, dass die Stiele das Gewicht nur schwer halten können und die Blüten sich zu Boden neigen.

Will man Pfingstrosen im Garten haben, so pflanzt man die dicken Wurzeln im Herbst und achtet darauf dass die Augen dicht unter der Bodenoberfläche liegen. Dann muss man die Staude ein paar Jahre in Ruhe lassen und sie entwickelt sich prächtig.

Pfingstrosen taugen nicht für die Vase. Sie verlieren nach relativ kurzer Zeit ihre zahlreichen Blütenblätter. Wild wachsende Pfingstrosen gibt es an den kalkigen Abhängen der Südalpen bis zu einer Höhe von 1700 Metern. Sie ist streng geschützt.

Ihrer Blütezeit und ihrer Ähnlichkeit mit Rosenblüten wegen heisst sie Pfingstrose. Den wissenschaftlichen Namen Paeonia erhielt die Pflanzengattung in Erinnerung an den Arzt Paion, der in der griechischen Sage den durch Herakles verwundeten Hades heilte. Der Artname officinalis verweist auf den Gebrauch der Pfingstrose als Arzneipflanze In der Volksmedizin wurde sie gegen Gicht, Rheuma und zum Schleimlösen bei Atemwegserkrankungen sowie in der Homöopathie u. a. gegen Hämorrhoiden verwendet. Wer sich nicht auskennt, sollte die Finger davon lassen, denn die Pflanze enthält ätherisches Öl, Gerbstoff, Harz und das giftige Alkaloid Paeonin. Die Vergiftungssymptome sind Erbrechen, Magen- und Darmbeschwerden mit Durchfall und Koliken.

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