Sie sind so süüüüß

Warum das Osterlamm ruhig ein schwarzes Schaf sein darf

0 26.03.2021

Wenn der Hirte mit dem Unschuldslamm ein Schäferstündchen einlegt, dann ist er nicht mehr der gute Hirte, sondern eher ein Wolf im Schafspelz und ihm gehören die Hammelbeine gehörig lang gezogen! Und das Unschuldslamm hat wohl möglich den Bock zum Gärtner gemacht. Hoffentlich kommt da am Ende kein schwarzes Schaf heraus! Dann stünde das Unschuldslamm ganz schön belämmert da. Schließlich weiß man: Schwarze Schafe sind unbeliebt und sie haben es viel schwerer im Leben, ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. Schwarze Schafe eignen sich zum Sündenbock, sind verlorene Schafe. - Bevor Sie jetzt anfangen, Schäfchen zu zählen, höre ich lieber damit auf weitere Redewendungen aufzuzählen. Stopp! Eine muss noch sein: Wir haben Ostern, da darf das Opferlamm nicht fehlen. Bibelkenner haben gezählt: Schafe und Lämmer werden im Alten Testament der Bibel öfter genannt als jedes andere Tier.

Schafe dienen den Menschen seit über 10000 Jahren als Nutztier. Vor etwa 5000 Jahren begannen die Menschen damit, auch die Wolle des Schafes zu nutzen. Gezüchtet wurden sie dann – je nach Eignung - als Fleisch- und Felllieferanten, später auch wegen der Schafsmilch. So ist es im Prinzip heute noch. Im Zweitberuf sind viele Schafe Landschaftspfleger. Sie werden dazu eingesetzt, Dämme und Deiche zu schützen, indem sie den Bewuchs klein halten und mit ihren Hufen den Untergrund schön fest treten oder Biotope wie Heideflächen zu erhalten, indem sie bestimmte Pflanzen fressen, andere eben nicht.

Schafe sind Rudeltiere und gar nicht blöd. Forschungen haben gezeigt, dass Schafe sich bis zu 50 Schafgesichter merken können – bis zu zwei Jahre lang.

Das Hausschaf (Ovis gmelini aries) ist ein Säugetier. Es gehört wie Ziege und Rind zur Familie der Hornträger, auch wenn viele Hausschafe keine Hörner tragen. Sie stammen ab von den Mufflons, das sind wilde Schaf-Arten, wie es sie heute noch auf Korsika und Sardinien gibt.

Maximal 20 Jahre alt werden können die Schafe, wenn man sie lässt. Sie werden bis zu 130 cm lang und bis zu 55 Kilo schwer. Sie fressen Gras, Heu, Stroh, Kräuter und zwar bis zu 4 Kilogramm am Tag. Da macht sie zu perfekten Rasenmähern.

Schafe sind Wiederkäuer – genau wie Kühe. Das heißt: Etwa zwei Stunden nach dem Grasen würgen sie die Nahrung wieder hoch und kauen nochmals gründlich durch. Erst danach gelangt der Speisebrei in den Darm.

Weibliche Tiere können ab einem Alter von etwa zwei Jahren Junge bekommen. Normalerweise werfen Schafe nur einmal jährlich, aber es gibt Züchtungen, die das ganze Jahr über trächtig werden können. Diese Schafe schaffen zwei Würfe jährlich. Zwischen einem Lamm und vier Lämmern erblicken nach einer Tragezeit von fünf Monaten das Licht der Welt. Schon kurz nach der Geburt können die Kleinen stehen und ihrer Mutter folgen. Gar nicht dumm: Schnell lernt der Nachwuchs das Blöken seiner Mutter von anderen Schafen zu unterscheiden. Sie sind so niedlich, die kleinen Lämmer, dass man froh sein kann, dass „Osterlämmer“ heutzutage in speziellen Formen gebackene Kuchen sind, von denen das ein oder andere mit Schokoladenguss überzogen ruhig ein schwarzes Schaf sein darf. flora

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