Stachelbeeren sind gesund – und manchem schmecken sie sogar

0 05.07.2019

An der Stachelbeere scheiden sich die Geister. Eine kleine spontane Umfrage hat ergeben, dass vor allem diejenigen diese säuerlichen Früchte verabscheuen, die mit ihnen durch den Garten ihrer Eltern gesegnet waren.

„Immer diese sauren Kuchen! Und dann gab es sie noch als Marmelade.“ Wer ohne Garten groß wurde, kann sich durchaus an den runden grünen Beeren erfreuen. Wie sonst sollte man erklären, dass man heute für ein Schälchen Stachelbeeren (500 Gramm) um die drei Euro bezahlen muss?

Bei uns zu Hause wurden Stachelbeeren außerdem noch eingekocht. Die Tochter des Hauses musste helfen, schließlich mussten Stiel und Blütenreste abgeschnitten werden. Um zu verhindern, dass die Früchte beim Einkoche platzten, wurde noch einmal mit einer kleinen Schere hineingepickt. Die eingemachten Beeren hatten jedes frische Grün verloren und wenn das ein oder andere Glas im Keller ein Schattendasein fristete und ein paar Jahre vergessen wurde, sahen sie ganz und gar unappetitlich aus.

Doch: Wenn die Beeren ganz, ganz reif sind (in meiner Jugend gab es keine ganz reifen Beeren, sie wurden vorher geerntet, damit der Regen sie nicht ramponierte), dann nasche ich die Kugeln frisch vom Strauch. Und das ist gesund: Stachelbeeren enthalten Vitamin C. Auch Vitamineder B-Gruppe stecken in den Beeren. An Mineralien sind zum Beispiel Kalium, Kalzium und Magnesium enthalten.

Jetzt wird es botanisch: Die Stachelbeere ist ein sommergrüner Strauch. Manche Sorten werden bis zu 150 Zentimeter hoch. Die Äste stehen seitwärts sparrig ab oder hängen bogig über. Die dunkle Korkhaut löst sich in kleinen Schuppen ab. An den Knoten, unterhalb von Kurztrieben sitzen meist dreiteilige Dornen. Botanisch korrekt müsste die Stachelbeere also „Dornenbeere“ heißen. Die Blätter stehen an älteren Zweigen meist büschelig, an den im Sommer aus den obersten Kurztrieben entstehenden Langtrieben einzeln und wechselständig. Die Blätter sind gestielt, die Blattspreite (das eigentlich Blatt) ist ein bis drei Zentimeter lang und ein bis fünf Zentimeter breit. Sie sind handförmig gelappt. Stachelbeeren blühen in unseren Breiten etwa im April bis Mai. Blüten hängen einzeln bis zu dritt in den Blattachseln.Die Blüte ist zwittrig, das heißt sie hat sowohl Staubblätter, als auch einen Fruchtknoten.

Die Bestäubung erfolgt durch Fliegen und Bienen. Die Beere ist anfangs meist behaart. Sie kann bei einem Durchmesser von einem bis drei Zentimeter länglich bis kugelig sein. Es gibt Sorten, die grüne, gelbe bis purpurrote Früchte hervorbringen. Die Früchte werden in Mitteleuropa von Juni bis August reif. Die reifen Früchte werden von Vögeln gefressen, die Samen ausgeschieden und so verbreitet.

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