Neuer Vorschlag zur Rettung der Siepen zwischen Mülheim und Groß-Borbeck

Bezirksvertretung Borbeck erneuert Forderung des Eingemeindungsvertrags: Winkhauser Tal und Hexbachtal müssen erhalten bleiben

0 13.02.2020

BORBECK/SCHÖNEBECK. Die Auseinandersetzung um die von Mülheim im Winkhauser Tal geplante Gewerbeansiedlung hat nun auch die parlamentarischen Gremien in Essen erreicht. Der Bezirksvertretung Borbeck lag ein Antrag der CDU vor. Kernforderung: Die Verwaltung und der Rat der Stadt Essen wurden gebeten, sich für den „vollumfänglichen Erhalt des Winkhauser Tals im jetzigen Zustand einzusetzen.“

Neu in die Diskussion wurde ein Flächenaustausch eingebracht: „Auch ist zu prüfen, inwieweit durch Flächentausch, Gebietsüberlassung oder käuflichen Erwerb durch die Stadt Essen die auf Mülheimer Gebiet liegenden Flächen geschützt werden können.“ SPD und Grüne fanden den Antrag nicht ausreichend und wollten die für das Winkhauser Tal getroffene Forderung nach Freihaltung von zusätzlicher Bebauung auch für das benachbarte Hexbachtal angewandt sehen. Dieser Argumentation schloss man sich im Beschluss letztlich an.

Damit erneuert die Bezirksvertretung Borbeck als Nachfolgerin des Gemeinderats des 1914 noch selbstständigen Borbeck die im Eingemeindungsvertrag festgelegte Forderung der Borbecker Stadtväter, die Siepentäler von Bebauungen freizuhalten.

Die Resolution der Bezirksvertretung wird uns – so Wolfgang Sykorra von der Schönebecker Umweltinitiative – ein großer Rückhalt in der Auseinandersetzung um die Siepentäler im Grenzraum Essen / Mülheim sein.

Zum Bild: Schon seit Jahrzehnten kämpfen Borbecker für den Erhalt der grünen Lungen zwischen den Städten.

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